Immersive Videokunst, Grafikdesign, Illustration, Motiondesign, Produktdesign
ISA FREESE









Videokünstlerin, Motion- & Grafikdesignerin · Hannover
In meiner gestalterischen Praxis entwickle ich immersive und interaktive Rauminstallationen, audiovisuelle Ausstellungsformate sowie Licht- und Projektionskonzepte. Neben meiner freien künstlerischen Arbeit habe ich als Grafikdesignerin Konzepte für die Öffentlichkeitsarbeit entwickelt, die von Logodesign über Illustration bis hin zur Entwicklung und Produktion von Erklärvideoformaten reichen.
Meine künstlerische Forschung erkundet die Möglichkeiten von KI-Bildgenerierung, abstrakten Videoformaten und bewegt sich an der Schnittstelle zwischen digitaler und analoger Installationskunst. Dabei thematisiere ich aktuelle gesellschaftspolitische Fragen und möchte Räume für Dialog, Reflexion und Teilhabe schaffen.
Interesse an einer Zusammenarbeit? Ich freue mich von dir zu hören!


In meiner Masterarbeit habe ich die Wirkung visueller politischer Narrative untersucht, die mithilfe generativer künstlicher Intelligenz verbreitet werden. Im Rahmen meiner künstlerischen Forschung analysierte ich den Einsatz KI-generierter Bildwelten in sozialen Medien, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf den Veröffentlichungen der reichweitenstärksten deutschen Parteien lag.
Meine Abschlussarbeit mündete in einer raumgreifenden, immersiven Videoinstallation. Mithilfe von selbst produzierten, emotional aufgeladenem Videomaterial wurde die Wirkung von politischer Bildsprache und KI-gestützter Propaganda erfahrbar gemacht. Ein zentraler Fokus lag bei dem Projekt auf der Überzeichnung und Reproduktion von KI-generierten Visualisierungen der Alternative für Deutschland (AfD), die im Jahr 2025 nahezu täglich auf den großen sozialen Plattformen verbreitet wurden. Der essayistische Kurzfilm zeigte den Besucher*innen wie KI-generierte Bilder und Videos eingesetzt werden, um rassistische, sexistische und diskriminierende Narrative zu verstärken und zu normalisieren.
Das Videoessay ermutigt zur kritischen Auseinandersetzung mit den Auswirkungen KI-generierter Inhalte in der politischen Kommunikation und der Rolle von sozialen Plattformen und ihren Algorithmen im Bezug auf meinungsbildende Informationen. Die Arbeit schließt ab mit dem Wunsch persönliche, analoge Gesprächen den digitalen Medien entgegenzustellen und der Bedeutung von Ambiguitätstoleranz für die demokratische Gesellschaft.
Die Installation konnte im Rahmen der Werkschau 2026 im Fachbereich Gestaltung der Hochschule Bielefeld besucht werden.


In diesem Projekt werden die physikalischen Besonderheiten von farbigem Licht in einer spielerischen und interaktiven Installation erfahrbar gemacht. Drei farbreaktive Plakate können unter buntem und weißem Licht erkundet werden. Die Installation besteht aus drei Beamern, die abwechselnd rotes, grünes und blaues Licht auf die Poster und die gegenüberliegende Wand projizieren. Treffen die drei Grundfarben gleichzeitig aufeinander, entsteht weißes Licht. Während der Farbwechsel werden zudem die Mischfarben Magenta, Cyan und Gelb sichtbar. Eine weitere Besonderheit zeigt sich im weißen Licht: Da es aus den drei Grundfarben zusammengesetzt ist, werfen Objekte und Besucher*innen farbige Schatten auf die Plakate und die dahinterliegende Wand. Damit werden auf den Plaketen immer wieder neue Elemente sichtbar oder unsichtbar.
Das Projekt verbindet physikalische Phänomene mit einer spielerischen Ausstellungserfahrung und lädt dazu ein, Licht, Farbe und Wahrnehmung neu zu entdecken. Gleichzeitig versteht es sich als Metapher für die Vielschichtigkeit von Perspektiven, ganz nach dem Motto: Die Welt in einem anderen Licht sehen.
Das Video verbindet die Dokumentation des Arbeitsprozesses mit den Aufnahmen aus der öffentlichen Ausstellung in der Hochschule Bielefeld.


Dieses 10-minütige Videoessay beschäftigt sich mit dem Einfluss des Geschichtenerzählens auf die menschliche Evolution und Wahrnehmung. Inhaltliche Grundlage bilden die Bücher „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ von Yuval Noah Harari sowie „Erzählende Affen“ von Samira El Ouassil und Friedemann Karig.
Das Essay zeigt, wie stark menschliches Denken von Narrativen geprägt ist und wie insbesondere politische Ideologien von dieser Eigenschaft Gebrauch machen. In Zeiten von KI-generierten Inhalten, Desinformation und algorithmisch verstärkter Aufmerksamkeit verschwimmen die Grenzen zwischen Fiktion und Realität zunehmend. Vor allem emotional aufgeladene Inhalte verbreiten sich rasant, prägen öffentliche Diskurse und fördern vereinfachte oder polarisierende Sichtweisen. Demokratische Gesellschaften sind jedoch auf verlässliche Informationen und die Fähigkeit zur kritischen Einordnung angewiesen.
Das Videoessay versteht sich daher als Plädoyer für kritisches Denken, den reflektierten Umgang mit Informationen und das bewusste Hinterfragen von Narrativen. Gleichzeitig lädt es dazu ein, Geschichten des Zusammenhalts, der Empathie und einer gemeinsamen Zukunft stärker in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen.
Im Laufe meines Masterstudiums Digital Media and Experiment habe ich mich intensiv mit den Möglichkeiten und Grenzen generativer KI beschäftigt. Dazu sind zahlreiche Experimente entstanden, die die Auswirkungen von Bildsprache, insbesondere bei Bewegtbildmedien und ihre ethischen Implikationen untersuchen. Auffällige Ergebnisse des Untersuchungszeitraums Januar 2025 bis Februar 2026 waren unter anderem die abnehmende Content Moderation durch die KI-Konzerne. Dabei wurden sowohl chinesische Anbieter wie die Minimax Group mit ihrer generativen künstlichen Intelligenz Hailuo AI oder auch Kuaishou mit ihrer generativen KI KLING AI, als auch westliche Plattformen wie OpenAI mit Sora, Google mit Gemini und Microsoft mit Copilot untersucht.
Für eine methodische Vergleichbarkeit wurden allen KI-Modellen die gleichen Prompts gegeben, um möglichst nah an das umstrittene Sprachbild der "Flüchtlingswelle" heran zu kommen. Die Ergebnisse sind hier in einem kurzen Video dargestellt.
DiViFaG - Digitale und virtuell unterstützte Fallarbeit in den Gesundheitsberufen
Als wissenschaftliche Mitarbeiterin unterstützte ich das Forschungsprojekt im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und bei der Entwicklung und Gestaltung von Lehr- und Lernmaterialien für die Pflegeausbildung. Die Konzeption und Umsetzung des gesamten visuellen Auftritts lagen in meinem Verantwortungsbereich. Angefangen mit dem Logodesign bis zur Corporate Identity. Zu meinen Aufgaben gehörten die Gestaltung von Printmedien, wie Postern, Flyern und Visitenkarten, das Erstellen von vielfältigen Illustrationen sowie die Entwicklung digitaler Formate, darunter Erklärvideos und Präsentationsvorlagen. Ein Kurzvideo zum Thema Dehydration finden Sie unter diesem Link: Erklärvideo in Form eines Screenrecording erstellt, welches Sie unter diesem Link finden: Erklärvideo Anzeichen einer Dehydration
Ziel war es, komplexe Forschungsinhalte verständlich, ansprechend und zielgruppengerecht zu vermitteln. Weitere Informationen zum Forschungsprojekt finden sich auf der Projektwebsite: DiViFaG Projekthomepage
ViRDiPA - Virtual Reality basierte Digital Reusable Learning Objects in der Pflegeausbildung
Im Anschluss an das Forschungsprojekt DiViFaG war ich in einem weiteren Forschungsprojekt gestalterisch tätig. Ein bereits bestehendes Logo integrierte ich dabei als zentrales grafisches Element in verschiedene Print- und Onlinemedien und entwickelte dessen Anwendung visuell weiter.
Mein Schwerpunkt lag auch in diesem Projekt in der Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Grafikdesign und Illustration, insbesondere in der Gestaltung konsistenter visueller Kommunikationsmittel über unterschiedliche Formate hinweg. Drüber hinaus wurde für die Lernplattform Ilias ein Erklärvideo in Form eines Screenrecording erstellt, welches Sie unter diesem Link finden: Erklärvideo auf Ilias
Weitere Informationen zum Forschungsprojekt: ViRDiPA Projektseite
Das Logodesign für die professionelle Dackelzucht war eine Auftragsarbeit und wurde in enger Abstimmung mit dem Kunden entwickelt. Inbegriffen waren verschiedene Entwürfe, Farbvariationen und Layouts. Das finale Logo basiert auf dem einmaligen, kurvenreichen Moselverlauf am Standort der Dackelzucht. Da die Kurzhaardackel vielfach für Schönheit und Jagd ausgezeichnet und die rote und schwarze Farbe des Fells ein Symbol für die besonders hochklassige Zucht ist, sind diese als Hauptmerkmale in den Entwurf eingeflossen. Das Logo wurde in verschiedenen Ausführungen für Print- und Onlinemedien aufbereitet, wie zum Beispiel für die Impfpasshüllen des ersten Welpenwurfs.
Hier finden Sie eine Sammlung von Auftragsarbeiten im Bereich Grafikdesign für Eventplakate oder Flyer. Außerdem zeige ich einige private Illustrationen und Animationen.
MODULARES INNENRAUM KONZEPT FÜR EINEN MERCEDES SPRINTER
Dieses Innenraumkonzept für einen Mercedes Sprinter wurde für die Firma VanMe Campervans in Hamburg entworfen. Die charakteristisch abgerundeten Ecken, das gestalterische Wiedererkennungsmerkmal der Marke, wurden bewusst in das Sprinter-Konzept übertragen. Auch die Farbgestaltung erfolgte in enger Abstimmung mit den Auftraggeber*innen. Das gesamte Raum- und Möbelkonzept sowie die Entwicklung der multifunktionalen Lösungen wurden von mir entworfen und als realistisches 3D Modell umgesetzt.
Im Zentrum des Konzepts stehen flexible Möbelsysteme mit mehreren Nutzungsszenarien. Beispielsweise kann der hohe Schrank entweder als klassischer Stauraum mit Regalböden genutzt oder bei Bedarf in eine ausziehbare Toilettenkabine mit geruchsneutraler Komposttoilette umgewandelt werden. Der hintere Fahrzeugbereich lässt sich wahlweise als Schlafplatz oder als Sitzlandschaft mit höhenverstellbarem Tisch einrichten. Die Küchenzeile ist verschiebbar und kann unter das Bett geschoben werden, um im vorderen Bereich zusätzliche Bewegungsfreiheit zu schaffen. Das Konzept wurde im Rahmen der oohh! Freizeitmesse 2020 in Hamburg präsentiert.
KOMPAKTES CAMPINGBETT FÜR DEN KOFFERRAUM VON KLEINWAGEN
In meiner Bachelorarbeit im Produktdesign an der Hochschule Hannover habe ich mich mit dem Thema Campervans auseinandergesetzt. Ausgangspunkt war die deutliche Zunahme der Neuzulassungen von Kastenwagen im Jahr 2020, die im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt wurden. Vor diesem Hintergrund stellte sich die Frage, wie sich temporäre Schlaf- und Aufenthaltslösungen direkt im Kleinwagen realisieren lassen, ohne auf ein zusätzliches Fahrzeug angewiesen zu sein.
Das Ergebnis ist ein kompakt integriertes, ausklappbares Bettmodul, das nach dem Prinzip eines Feldbetts funktioniert und sich mit einem handelsüblichen Heckzelt kombinieren lässt. Die textile Liegefläche ist in eine Kofferraumbox integriert, die gleichzeitig als Stauraum für alle Systemkomponenten dient. Ausklappbare Holzstützen und steckbare Stangenelemente bilden eine stabile vordere Konstruktion und ermöglichen einen schnellen, werkzeuglosen Aufbau.
Alle Elemente sind so konzipiert, dass sie vollständig in der Kofferraumbox verstaut werden können und dabei ausreichend Platz für persönliche Campingausrüstung bleibt. Dadurch entsteht ein System, das Mobilität, Alltagstauglichkeit und temporären Wohnkomfort im Fahrzeug miteinander verbindet.
Im Fokus der Arbeit steht die Verringerung von Nahrungsabfällen durch ein nachhaltiges Konzept zur Weiterverarbeitung von Lebensmitteln.
Täglich werfen Supermärkte Tonnen an Lebensmitteln in den Abfall, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum fast oder ganz abgelaufen ist. Andere Produkte werden aussortiert weil sie mit der Zeit weniger ansehnlich werden, was insbesondere bei Gemüse und Obst häufig vorkommt. Viele dieser Produkte sind über das Datum hinaus noch unbedenklich genießbar, dürfen aber nicht weiter zum Verkauf angeboten werden. Der Concept Store will diese Lücke schließen und bietet die Möglichkeit eben diese Nahrungsmittel neu aufzubereiten. Gerade durch Kochen kann die Mindest- haltbarkeit verlängert werden und die Gerichte dürfen wieder verkauft werden. So wird neben der Vermeidung von Abfall, zusätzlich dem Supermarkt die Chance geboten noch weiteren Gewinn zu erzielen.
Einige dieser Lebensmittel dürfen auf- grund von gesetzlichen Richtlinien nicht an Hilfsorganisationen, wie beispielsweise die Tafel, gespendet werden. Darunter fallen insbesondere Milchprodukte und Fleisch- waren, da hier die Kühlkette nicht unterbrochen werden darf.
Der Laden ist so gestaltet, dass er an die genormten Maße eines Parkplatzes angepasst ist und somit vor jedem Supermarkt aufgebaut werden kann. Das Grundgerüst besteht aus einem quadratischen, schwarzen Metallrahmen in der Größe eines Parkplatzes. Für eine natürliche Beleuchtung und eine einladende Atmosphäre, sind nach Vorne und zu den Seiten große Glasfronten in den Metallrahmen eingefasst. Für genügend Ladenfläche braucht es minimal zwei Module, welche flexibel, durch weitere Module, erweiterbar sind. Über den gesamten Laden verläuft ein asymmetrisches Gerüst aus geflammtem, blauem Stahl, welches für hochwertiges und modernes Design steht.
Der Laden bietet Platz für eine Verkaufsfläche mit Kasse und für eine Showküche. Dort werden die Lebenmittel vor Ort von einem Koch zu neuen Gerichten verarbeitet und der Kunde ist eingeladen, den Prozess zu beobachten.
Hier finden Sie eine kleine Auswahl an Produktdesignarbeiten aus meiner Studienzeit. Es sei zu beachten, dass dies nicht alle erstellten Arbeiten umfasst und die Möglichkeiten realisitische Renderings zu erstellen, beispielsweise mit KI, sich stark verändert und vereinfacht haben. Nichtsdestotrotz zeigen diese Projekte meine Gestaltungssprache und geben einen guten Einblick in meine Arbeitsansätze.